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Fahrzeuge

Für die ausgewählte Strecke kommen natürlich nur bestimmte Triebfahrzeuge und Wagen in Frage. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Fotos, auf denen sich die Wagen recht gut identifizieren lassen. Bei den Lokomotiven ist die Lage klar. Die Stationierungen des Bw Lennep und Steinbeck sind  bekannt. Am Ende der Strecke befindet sich das Bw Brügge, daß aber nur als Wende-BW angelaufen wurde. Anfangs aber ihre pr G8 (55.16-22) auch auf der Wuppertalbahn einsetzte. So hat der Meister sie 1925 in Beyenburg und in Krebsöge festgehalten. Die hier beheimateten Loks bedienten vornehmlich die Strecke entlang der Volme.

 

Reisezugwagen

Für diese Strecke wurden verschiedenste Wagen verwendet. Es kamen sowohl Durchgangs- als auch Abteilwagen der KPEV zum Einsatz. Damit sind die in großer Stückzahl beschafften Wagen der Baujahre 1891 bis 1920 gemeint. Selbstverständlich wurden diese Züge später mit Wagen der Austauschbauart ergänzt oder ersetzt (Donnerbüchsen). Die Direktion Elberfeld war in der Beschaffung der Fahrzeuge so manches Mal Vorreiter. So entstanden hier besondere Durchgangswagen in den Jahren 1905/07. Es handelt sich um zweiachsige Plattformwagen mit Metallrahmenfenster und dem stärker gewölbtem Dach.

Bezeichnung  Zeichnung  Anzahl 1935  Besonderheiten
       
BCi Pr 05c  B.g. 13  10  Toilette, 2 Plattformen
Ci Pr 04a  B.g. 14  22  keine Toilette, 2 Plattformen

Dann im Jahr 1905 begann die Serienfertigung sehr ähnlicher Wagen, die sich insbesondere durch die geschlossenen Vorbauten unterschieden. Im Vergleich zu den Dreiachsern blieben die Stückzahlen sehr überschaubar. Modelle dieser Fahrzeuge gibt es von FLEISCHMANN. Die Elberfelder wird es wohl nie als Modell geben. Auch bei den Abteilwagen waren die Elberfelder kreativ tätig. Die eiserne Bauart wurde ab 1918 hier beschafft. Die C3 wurden bei van der Zypen & Charlier gebaut. Von den 264 Wagen gingen die meisten an die Direktionen Elberfeld (83 Wagen) und Essen (66 Wagen). Auch gab es einen ominösen D3 in der Stahl-bauart. Es gibt Zeichnungen aber noch ist kein Bild aufgetaucht. Die VVM hat den wohl letzten eisernen Abteilwagen C3 Pr 11 im Bestand. Er wurde zuletzt als Bahndienstwagen Wuppertal 7804 von der DB eingesetzt.

Der Fuhrpark besteht aus folgen Modellen:

- zweiachsiger Durchgangswagen Cid-21

- Donnerbüchsen Cid-27, Ci-28, BCi-28, Bi-29, Pwi-29

- preußischen dreiachsigen Abteilwagen B3 Pr 07b, C3 Pr 07, C3 Pr 11, C3u Pr 04/30, C3tr Pr 09, C3tr Pr 13

- preußischen dreiachsigen Durchgangswagen BC3i Pr 05, CC3itr Pr 07, C3itr Pr 08 

- preußischen zweiachsigen Durchgangswagen Ci Pr 91

- zweiachsigen Postwagen Post -c/8,5 (preußisch)

- zweiachsigen Postwagen Post -b/8,5 (preußisch)

- dreiachsiger preußischer Gepäckwagen Pw3 Pr 11 

- dreiachsiger württembergischer Gepäckwagen Pw3i Wü 20 

- zweiachsiger preußischer Gepäck-/Postwagen PwPost Pr 11

Die Modelle wurden farblich nachbearbeitet oder verfeinert. Die Beschriftung ergänzt oder ausgetauscht. Dazu bei der Einzelvorstellung mehr. Auf den flammneuen Pw3 Pr 11 in Epoche IIb mußte man bis Ende August 2010 warten, da LILIPUT ihn erst als DB-Fahrzeug brachte. Ebenso auf die Durchgangswagen von FLEISCHMANN. Es gab sie bisher nur in der Epoche IIa im Jahre 2000 (außer dem BC3i Pr 05). Jetzt sind alle vorhandenen Wagen von FLEISCHMANN für das Jahresende 2010 angekündigt. Die Donnerbüchsen und Abteilwagen waren bei ROCO lange Zeit erhältlich. Die FLEISCHMANN-Donnerbüchsen gab es nur in den Jahren 1990 bis 1996. Hier ist der Cid-27 besonders interessant. Der relativ neue BRAWA Cid-21 ist noch gut zu bekommen. Grundsätzlich muß man sich beeilen epochengerechte Fahrzeuge zu erstehen, weil die Hersteller sie nicht lange im Programm halten. 

Was fehlt?

- BC3 Pr 10

- C3 Pr 11 eiserne Bauart

- Pw3 Pr 00, Pw3 Pr 02 oder Pw3 Pr 11a

- C3i Pr 05 oder C3i Pr 14

- C3itr Pr 18

- Ciu-21/33

- Post -b/8,5 von 1925 (genietet DRP)

- Ci Pr 91 oder 92; neues Modell 

- BCi Pr 91

 

Güterwagen

Bei den Güterwagen ist die Auswahl der Hersteller recht groß und verleitet zu Spontankäufen auch exotischer Bauarten, die höchstwahrscheinlich den Weg über die Wuppertalbahn nie genommen haben. Fotos mit Güterzügen sind auch nicht so häufig.  Aufgrund des Bestandes der DRG kristalisiert sich aber doch eindeutig heraus, was in den Fuhrpark gehört. Gedeckte Güterwagen der Regelbauart und offene Güterwagen der Regelbauart. Ende 1926 gab es 201.992 G-Wagen und 316.716 O/Om-Wagen. Das waren in der Mehrzahl die Verbandswagen A2 (G München), A1 (O Halle), A6 (O Nürnberg) bzw. A10 (Om Breslau). Dann erst folgt der R Stuttgart mit 49.377 Stück. Bis 1934 ändert sich an der Struktur des Bestandes nicht viel. Die Austausch-bauarten werden in zu kleiner Zahl beschafft, um aufzufallen. Lediglich der Gl Dresden-Bestand wurde durch diese Neubeschaffung merklich aufgestockt. Auch 1938 blieb die Zusammensetzung nahezu unverändert, denn die geschweißten Austauschbauarten (z.B. Ghs Oppeln, Rs Stuttgart) wurden erst in den Folgejahren in größerer Anzahl gebaut.

Beginnen wir mit den gedeckten Wagen der Regelbauart. Zuerst die von der KPEV beschafften:

- Gw  Magdeburg

- G     Hannover, Stettin

- Gl    Dresden

Unter diesen Gattungsbezirken wurden Wagen aller Länderbahnen geführt. Ab 1910 wurden Güterwagen der Verbandsbauart nach den Vorgaben des Staatsbahnwagenverbandes von 1909 beschafft. Die Folge war, daß damit die zwei am häufigsten beschafften Güterwagen in den Betrieb kamen, und zwar der Om Breslau bzw. Essen und der G Kassel.

- G     Karlsruhe, München, Kassel

Zu diesem Modell des Verbandswagens kann man eine lange Leidensgeschichte erzählen. Eigentlich schon immer in den Katalogen der Hersteller von H0-Rollmaterial vorhanden, hat es keiner geschafft ein stimmiges Fahrzeug herzustellen. Erst im Jahre 2007 wurde von BRAWA ein Modell vorgestellt das zufriedenstellt. Fast zehn Jahre zuvor hatte ROCO einen Versuch gemacht.

Unter offene Güterwagen wurden im Laufe der Jahre einige Typen zusammengefaßt, die sich doch sehr erheblich unterscheiden. Für den zu betrachtenden Zeitraum gibt es drei Gruppen, die den Löwenanteil stellen.

  • Wagen mit 85 oder 100cm hohen und abbordbaren Wänden
  • Kohlenwagen, Wagenkasten aus Holz oder Eisen
  • Kokswagen mit hohen Borden

Nach der Jahrtausendwende wurden für den Massentransport der Kohle und Erze Wagen mit 20t Ladegewicht in großer Stückzahl beschafft. Die Mehrzahl kamen von der KPEV. Es gibt drei Typen:

  • pr Cc 7
  • pr Ce 93 und Ce 95
  • pr Ce 146

Von der DRG wurden sie als Om Ludwigshafen bezeichnet und hielten sich bis 1950. Als Modell sind sie nicht zu bekommen, lediglich den pr Ce 146 gab es mal von Sachsenmodelle/TILLIG (Artikel 16142). Zu den Kokswagen kann man festhalten, daß sie später auch für alle anderen Güter eingesetzt wurden. Die Grundform ändert sich kaum. Von Oc Münster über Om Ludwigshafen zu Om Breslau, Essen und Königsberg geht der Weg. In der letzten Bauform wurden die Wagen vollständig geschweißt hergestellt. Hier versammeln sich die mit Abstand am häufigsten beschafften Güterwagen.

Was fehlt?

- Gw Magdeburg (pr II b 1) mit BrH

- O Frankfurt (pr II d 3)

- K Elberfeld (Austauschbauart)

- Om Essen (geschweißt)

- SSl Köln (Ce 168)

- SSt Köln (Tiefladewagen)

 

Güterzugbegleitwagen

Eigentlich sind es Gepäckwagen für Güterzüge, deshalb Pwg genannt und im Umnummerungsplan von 1930 aufgeführt. 

-   preußischer Gepäckwagen Pwg Pr 00a

-   bayrischer Gepäckwagen Pwg Bay 21

 

Literatur:

Diener, Wolfgang: Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen, Stuttgart 1992

Carstens, Stefan; Diener, Hans Ulrich: Güterwagen Band 3, Hasloh 1996 

Michael Meinhold: Zugbildung, Band 3 DRG-Reisezüge der Epoche II, Nürnberg 2000

Inkeller, Rudolf: Die Wuppertalbahn, Leichlingen 2004

Inkeller, Rudolf: Das Bahnbetriebswerk Wuppertal-Steinbeck, Wuppertal 2005

Hoyer, Hermann: Neue Zwei- und Dreiachser ab 1900 und die Entwicklung der Normalien bis 1909, Freiburg 2006

Inkeller, Rudolf: Das Bahnbetriebswerk Remscheid-Lennep, Wuppertal 2009

Inkeller, Rudolf: Das Bw Brügge, Loseblattsammlung “Deutsche Bahnbetriebswerke”, GeraMond-Verlag, München o.J., 15. Ergänzung

Carstens, Stefan; Scheller, Paul; Westermann, Harald: Güterwagen Band 6, Fürstenfeldbruck 2011

Carstens, Stefan: Güterzug-Gepäckwagen, Fürstenfeldbruck 2012 

Brinker, Helmut: Carl Bellingrodt - das fotografische Werk, Band 2: Reichsbahn-Zeit – Dampflokomotiven der Baureihen 50-99, Hövelhof 2012 

Diener, Wolfgang: Anstrich und Bezeichnung von Trieb- und Reisezugwagen, Fürstenfeldbruck 2014 

Diener, Wolfgang: Anstrich und Bezeichnung von Güterwagen, Fürstenfeldbruck 2017

zum C3 Pr 11 eiserne Bauart: www.vvm-museumsbahn.de/ix/ix-start/ix-start.php?id=vv-C236